Gabriela Domeisen Toys are us
Auf den ersten Blick scheinen wir realistische Szenen zu betrachten, Bilder, die von einer sexuellen Obsession geprägt sind, die der Direktheit der Bildmotive entspricht. Akte, Kopulationsszenen, blow jobs, wie wir sie aus der härteren oder weicheren Pornografie kennen – Protagonisten in unterkühlter Schönheit strahlend! Die stark mit dem Licht-Schatten-Gegensatz spielende Schwarz- Weiß-Fotografie von Gabriela Domeisen mag zwischen Erscheinen und Verbergen das klassische Spiel der Erotik spielen, bis wir erkennen, dass es sich bei den Figuren nicht um reale Menschen, sondern um Barbies, Kens und Billys handelt. Bricht nun die Erotik, weil wir unsere Projektionen auf den Leibern von Puppen gespiegelt sehen? Wir kaschieren die irritierende Feststellung mit einem Reflex: Ah, das kennen wir schon, wurde doch bereits vorgeführt von Cindy Sherman, Louise Bourgois oder Walter Pfeiffer! Die Kunstschublade hilft, das merkwürdige ästhetische Erlebnis, die Schönheit eines gut ins Licht gesetzten Plastikbauchs oder einem männlichen Glied im Gegenlicht nicht zu erliegen. Ihre Fotografien lösen diese Ambivalenz nicht auf, im Gegenteil: sie befestigen die merkwürdige Erfahrung der Projektion als ästhetisches Erlebnis. Die 1967 geborene Künstlerin Gabriela Domeisen lebt und arbeitet als freischaffende Fotografin in Zürich.
Festeinband
29,7 x 21 cm
88 Seiten
75 Duplexabbildungen
Deutsch, Englisch
Lieferbar
ISBN 978-3-933257-68-0
2001
Künstler:innen:
Produktinformationen "Gabriela Domeisen"
Auf den ersten Blick scheinen wir realistische Szenen zu betrachten, Bilder, die von einer sexuellen Obsession geprägt sind, die der Direktheit der Bildmotive entspricht. Akte, Kopulationsszenen, blow jobs, wie wir sie aus der härteren oder weicheren Pornografie kennen – Protagonisten in unterkühlter Schönheit strahlend! Die stark mit dem Licht-Schatten-Gegensatz spielende Schwarz- Weiß-Fotografie von Gabriela Domeisen mag zwischen Erscheinen und Verbergen das klassische Spiel der Erotik spielen, bis wir erkennen, dass es sich bei den Figuren nicht um reale Menschen, sondern um Barbies, Kens und Billys handelt. Bricht nun die Erotik, weil wir unsere Projektionen auf den Leibern von Puppen gespiegelt sehen? Wir kaschieren die irritierende Feststellung mit einem Reflex: Ah, das kennen wir schon, wurde doch bereits vorgeführt von Cindy Sherman, Louise Bourgois oder Walter Pfeiffer! Die Kunstschublade hilft, das merkwürdige ästhetische Erlebnis, die Schönheit eines gut ins Licht gesetzten Plastikbauchs oder einem männlichen Glied im Gegenlicht nicht zu erliegen. Ihre Fotografien lösen diese Ambivalenz nicht auf, im Gegenteil: sie befestigen die merkwürdige Erfahrung der Projektion als ästhetisches Erlebnis. Die 1967 geborene Künstlerin Gabriela Domeisen lebt und arbeitet als freischaffende Fotografin in Zürich.
Festeinband
29,7 x 21 cm
88 Seiten
75 Duplexabbildungen
Deutsch, Englisch
Lieferbar
ISBN 978-3-933257-68-0
2001
Künstler:innen:
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