Gosbert Gottmann Modern Sufferings
"Modern Sufferings" nennt der 1955 geborene Frankfurter Fotograf Gosbert Gottmann einen atemlosen fotografischen Monolog. Seine Arbeiten zeugen von einem düsteren Blick auf die Gegenwart: Die Menschen der Großstadt sind hier allenfalls Randfiguren vor der Folie der Skyline, einer Großstadtarchitektur, die kaum mehr einen Gedanken an ihre Bewohner verschenkt. So wird der Fotograf zum Seismograf, zum Echolot verborgener Stimmungen, die er in einer Mischung aus Faszination und Abscheu aufzeichnet. Schattenrissen gleich huschen Männer und Frauen durch diese Stadt – und die Verzerrungen von Körper und Physiognomie verweisen auf tiefere Schichten einer anonymisierten Psyche. Sie durchschreiten den Raum wie Schachfiguren in einem Spiel, das schon lange verloren scheint. Scheinbar ruhig, gefasst, oft mit gesenktem Kopf, als wäre ihnen die Ausweglosigkeit paradoxerweise zur letzten Triebfeder geworden. Mit ihren verkümmerten schmalen Köpfen lassen sie an Raumfiguren Alberto Giacomettis denken, doch ist ihr Raum – die zweidimensionale fotografische Oberfläche – noch begrenzter.
Festeinband
20 x 24 cm
72 Seiten
39 Farbabbildungen
Deutsch, Englisch
Nicht mehr lieferbar
ISBN 978-3-933257-52-9
2001
Künstler:innen:
Produktinformationen "Gosbert Gottmann"
"Modern Sufferings" nennt der 1955 geborene Frankfurter Fotograf Gosbert Gottmann einen atemlosen fotografischen Monolog. Seine Arbeiten zeugen von einem düsteren Blick auf die Gegenwart: Die Menschen der Großstadt sind hier allenfalls Randfiguren vor der Folie der Skyline, einer Großstadtarchitektur, die kaum mehr einen Gedanken an ihre Bewohner verschenkt. So wird der Fotograf zum Seismograf, zum Echolot verborgener Stimmungen, die er in einer Mischung aus Faszination und Abscheu aufzeichnet. Schattenrissen gleich huschen Männer und Frauen durch diese Stadt – und die Verzerrungen von Körper und Physiognomie verweisen auf tiefere Schichten einer anonymisierten Psyche. Sie durchschreiten den Raum wie Schachfiguren in einem Spiel, das schon lange verloren scheint. Scheinbar ruhig, gefasst, oft mit gesenktem Kopf, als wäre ihnen die Ausweglosigkeit paradoxerweise zur letzten Triebfeder geworden. Mit ihren verkümmerten schmalen Köpfen lassen sie an Raumfiguren Alberto Giacomettis denken, doch ist ihr Raum – die zweidimensionale fotografische Oberfläche – noch begrenzter.
Festeinband
20 x 24 cm
72 Seiten
39 Farbabbildungen
Deutsch, Englisch
Nicht mehr lieferbar
ISBN 978-3-933257-52-9
2001
Künstler:innen:
Anmelden