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Produktinformationen "Ian Anüll"

Der 1948 geborene Schweizer Künstler Ian Anüll hat sich u. a. mit seinen Ausstellungen in der Kunsthalle Zürich 1990 und seiner Präsentation auf der Biennale in Sao Paulo von 1991 einen Namen geschaffen. Zahlreiche Ausstellungen und Auszeichnungen, etwa den Meret Oppenheim-Preis 2002. Innerhalb der Beschäftigung mit Vermarktung und Konsum sowie der damit verbundenen Hinterfragung von Systemen und Machtstrukturen wird die Kunst bei Anüll selbst zum Thema, in ihrer schwierigen Verbindung von ideellen, gesellschaftlichen und monetären Werten. Dabei will Anüll "der Kunst keineswegs ihre Glaubwürdigkeit, aber ihre Autonomie und Heilsversprechung absprechen und legt klar, dass Kunst gnadenlos in den gesellschaftlichen Kontext eingebunden ist" (Bernhard Bürgi). Auf die Paradoxie zwischen Marktkritik und eigener "Produktion" hat Anüll oft mit Ironie, auch mit Verweigerung reagiert, die die schwierige und bislang relativ schmale Rezeption des Schaffens erklären mag. Neben Kritik und Ironie, Intelligenz und Nachdenklichkeit bestimmen Humor und Zufall, Intuition und Poesie das Schaffen. Spielerischer Ernst bestimmt Anülls Schaffen; immer neu kommen dialektische Prozesse in Gang. Ian Anüll gelingt es, "die Dinge auf prekäre Weise in ihr Gegenteil zu verkehren, ohne dass sie dabei ihres ursprünglichen Sinnes verlustig gehen" (Max Wechsler).


Festeinband

20 x 24 cm

120 Seiten

60 Farbabbildungen

Deutsch, Französisch

Lieferbar

ISBN 978-3-936636-00-0

2003

Künstler:innen:

Ian Anüll

Herausgeber:

Kunstmuseum Solothurn

Texte:

Katharina Ammann, Robert Ireland, Christoph Vögele


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