Georg Baselitz Malelade
Ein "Opus magnum innerhalb der Künstlerbücher des 20. Jahrhunderts" nannte Siegfried Gohr "Malelade" von Georg Baselitz. Der Künstler bezeichnete mit diesem Titel eine Folge von 41 Radierungen und Strichätzungen, die im Jahr 1990 von der Galerie Michael Werner verlegt und im darauffolgenden Jahr im Museum of Modern Art, New York, ausgestellt wurde. In diesem Werk gibt der 1938 in Deutschbaselitz geborene Maler und Bildhauer unter anderem versteckt Auskunft über seine Sicht auf Natur, Kunst, Biographie, Romantik und die Frage nach der Funktion von Erinnerung. "Malelade" ist das erste von bislang sechs Künstlerbüchern von Baselitz. Erstmals werden hier Grafiken des Künstlers von ihm selbst geschriebenen Texten gegenübergestellt – kindlich stolpernden, an dadaistische Vorbilder erinnernden, anrührenden, aber auch grotesk komischen lyrischen und liedhaften Zeilen. Dabei tauchen hier nicht nur für den Künstler typische Motive auf, sondern auch Verweise auf kunsthistorische Vorbilder: Im speziellen Fall gab eine mittelalterliche Handschrift, der sogenannte Physiologus von Smyrna, dem Künstler Anregungen für sein Werk. In dieses Buch zu blicken, heißt also auch mit den Augen eines modernen Subjekts im "Buch der Natur" zu lesen – wie lange vor dem Beginn der neuzeitlichen Naturwissenschaften.
Klappenbroschur
23 x 28 cm
112 Seiten
103 Farb- und 1 S/W Abbildung
Deutsch
Nicht mehr lieferbar
ISBN 978-3-936636-32-1
2004
Künstler:innen:
Herausgeber:
Staatliche Kunsthalle Karlsruhe
Produktinformationen "Georg Baselitz"
Ein "Opus magnum innerhalb der Künstlerbücher des 20. Jahrhunderts" nannte Siegfried Gohr "Malelade" von Georg Baselitz. Der Künstler bezeichnete mit diesem Titel eine Folge von 41 Radierungen und Strichätzungen, die im Jahr 1990 von der Galerie Michael Werner verlegt und im darauffolgenden Jahr im Museum of Modern Art, New York, ausgestellt wurde. In diesem Werk gibt der 1938 in Deutschbaselitz geborene Maler und Bildhauer unter anderem versteckt Auskunft über seine Sicht auf Natur, Kunst, Biographie, Romantik und die Frage nach der Funktion von Erinnerung. "Malelade" ist das erste von bislang sechs Künstlerbüchern von Baselitz. Erstmals werden hier Grafiken des Künstlers von ihm selbst geschriebenen Texten gegenübergestellt – kindlich stolpernden, an dadaistische Vorbilder erinnernden, anrührenden, aber auch grotesk komischen lyrischen und liedhaften Zeilen. Dabei tauchen hier nicht nur für den Künstler typische Motive auf, sondern auch Verweise auf kunsthistorische Vorbilder: Im speziellen Fall gab eine mittelalterliche Handschrift, der sogenannte Physiologus von Smyrna, dem Künstler Anregungen für sein Werk. In dieses Buch zu blicken, heißt also auch mit den Augen eines modernen Subjekts im "Buch der Natur" zu lesen – wie lange vor dem Beginn der neuzeitlichen Naturwissenschaften.
Klappenbroschur
23 x 28 cm
112 Seiten
103 Farb- und 1 S/W Abbildung
Deutsch
Nicht mehr lieferbar
ISBN 978-3-936636-32-1
2004
Künstler:innen:
Herausgeber:
Staatliche Kunsthalle Karlsruhe
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