• Andrea Künzig ISTANBULUM

Andrea Künzig ISTANBULUM

Die deutsche Fotografin Andrea Künzig lebt und arbeitet in Istanbul und nimmt uns auf einen ganz persönlichen Streifzug durch die prachtvolle Stadt am Bosporus mit. "Istanbul ist ein Schmelztiegel, eine Weltstadt mit all den Nebenaspekten, die eine Millionenstadt mit unterschiedlichen Kulturen ausmacht. Zurzeit lebe ich hier in Istanbul. Vor allem fasziniert mich das Nebeneinander verschiedener Lebensstile (modern/traditionell, religiös/säkular), die hier parallel existieren und gelebt werden. Die Mehrheit der in der Türkei lebenden Menschen sind Muslime. In der Zeit der fortwährenden Revolutionen in den Maghreb Staaten und im Nahen Osten sehen viele die Türkei als ein Vorbild für die arabischen Länder auf dem Weg in die Demokratie. Ich denke aber nicht, dass man das vergleichen sollte, denn das Land hat eine andere Geschichte und selbst viele Türken und die Oppositionsparteien haben Zweifel an der Kultur der Demokratie. Aber Istanbul, die Stadt am Bosporus, ist weltweit einzigartig und erstreckt sich mit ihren Bewohnern in den Außenbezirken auf zwei Kontinente. Anders als sonstige Weltstädte, wie zum Beispiel New York, ist Istanbul gleichzusetzen mit der Türkei. Istanbul ist ein Seismograph dafür, was im Land vorgeht, gleichsam also ein Spiegelbild der gesellschaftlichen und politischen Veränderungen. Die Stadt hat schätzungsweise 15 bis 16 Millionen Einwohner, Volkszählungen werden nicht mehr durchgeführt und täglich kommen neue Einwohner/innen in die größte türkische Metropole hinzu. Entlang dieser zunehmenden Komplexität von Menschen und Kulturen entstehen auch Konfliktstoffe. Man sollte nicht vergessen, dass ein Grossteil der Jugend Istanbuls nach Europa schaut, aber nicht reisen darf. Ein Visum ist immer noch schwer zu ergattern. Europa ist geografisch nah, aber zugleich auch weit weg, zum Teil unerreichbar. Die säkulare Minderheit sieht kleinste Zeichen der Veränderungen, wie zum Beispiel, dass der Alkoholausschank limitiert werden soll oder wenn eine vor kurzem durchgeführte Meinungsumfrage in der Türkei ergab, dass mehr als die Hälfte der Menschen Besorgnis über die zunehmende religiöse Tendenz in der Gesellschaft verspüren. Im Projekt ISTANBULUM habe ich mich auf das Alltagsleben der Menschen konzentriert, vor allem im Hinblick auf das Nebeneinander von modernem Lebensstil und traditioneller, islamischer Kultur. Vielfach werden erst beim zweiten Blick auf die Fotografien auch andere Bilder im Sinne einer unterschwelligen Bedeutung sichtbar und werfen gesellschaftspolitische Fragen auf." (Andrea Künzig) Andrea Künzig (*1963) studierte Politikwissenschaften in Berlin und arbeitet seit 1994 als freischaffende Fotografin. Ihre dokumentarischen Fotoprojekte realisiert sie weltweit, ihr Fokus liegt dabei auf politischen, sozialen und humanitären Themen. Andrea Künzig fotografiert seit vielen Jahren für verschiedene Hilfsorganisationen wie UNICEF und Terres des Femmes in Afrika. Ihre Bilder wurden u. a. in GEO, Der Spiegel, Die Zeit, National Geographic Traveler und TIME Magazin publiziert und in zahlreichen Ausstellungen präsentiert.


Festeinband 30 x 23 cm 128 Seiten 62 Farbabbildungen Deutsch, Englisch, Türkisch Lieferbar ISBN 978-3-86828-183-5 2010

Künstler:

Andrea Künzig

Texte:

Oya Baydar, Réka Gulyás

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